Tirana – Die knisternde Hauptstadt Albaniens

Tirana, Albanien

Tirana – Die knisternde Hauptstadt Albaniens

In Tirana brodelt das Leben, ein Must-See!

An einem Besuch der Hauptstadt Tirana kommt man nicht so leicht vorbei

Bei einem Aufenthalt in Albanien kommt man an der Hauptstadt Tirana nicht vorbei. Hier laufen alle Verbindungen des Landes zusammen. Kultur, Gastronomie, Sehenswürdigkeiten, Geschichte von Albanien, Metropole – all das hat Tirana zu bieten! Außerdem ist der Flughafen ‚Nënë Tereza‚ der einzige internationale Flughafen auf albanischem Gebiet und deshalb das Eintrittstor in das Land für internationale Gäste. Das soll sich zwar ändern – in Vlora soll ein zweiter Flughafen entstehen, der Besucher aus allen Ländern empfangen kann – dies dauert aber noch mindestens ein Jahr. Das Projekt ist außerdem sehr umstritten, weil der Flughafen mitten in ein Naturschutzgebiet gebaut wird.

Schon beim Anflug auf die Hauptstadt kann man ihre Größe ausmachen. Im krassen Kontrast zu der umliegenden Landschaft sieht man von oben schon, dass Tirana zu einer Metropol-Region angewachsen ist, vom Flughafen in die Stadt ist man mit dem Taxi ca. 25-30 Minuten unterwegs.

Tirana, Albanien
Der Skanderbeg-Platz ist das Zentrum von Tirana

Das Zentrum der Stadt ist der „Skanderbeg-Platz„, auf welchem man die oft abgelichtete Statue von Skanderbeg findet. Skanderbeg ist eine sagenumwobene Figur, welche eine große Rolle in der albanischen Geschichte bzw. Kultur spielt. Mehr Informationen zu dieser interessanten historischen Figur, welche sich mit Legenden vermischt hat, gibt es auf der Seite des Kunsthistorischen Museums in Wien. In diesem Museum befinden sich auch der Skanderbeg-Helm und sein Schwert, welche lange Zeit auf Schloss Ambras in Innsbruck verweilten.

Der riesengroße Platz ist eine Fußgängerzone, hier fahren keine Autos. Hier befindet sich das Operngebäude, die Et’Hem-Bey-Moschee, der Uhrturm, das Rathaus und das nationale Geschichtsmuseum. Weitere Sehenswürdigkeiten und interessante Gebäude befinden sich im direkten Umfeld, das alles ist zu Fuß gut erreichbar.

Im Zentrum von Tirana: vom Skanderbeg-Platz aus erreicht man fast alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß

Im Prinzip kann man alle aktuellen Sehenswürdigkeiten im Fußmarsch rund um den Platz erkunden. Ist man in diesem Zentrum angekommen, kann man in wenigen Minuten diverse Lokalitäten per pedes erreichen. Dies vereinfacht einen Besuch im Stadtzentrum und man ist nicht auf Transport angewiesen. Ausnahme: Bunk’Art 1: dieser Ausstellung in einem großen Bunker liegt etwas außerhalb der Stadt, man kann aber problemlos ein Taxi dorthin nehmen, auch für die Rückfahrt stehen Taxis bereit.

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Das historische Nationalmuseum am Skanderbeg-Platz war 2025 leider wegen Umbauarbeiten geschlossen

Die Top-Dinge, die man in Tirana besuchen sollte, sind:

Skanderbeg-Platz: ein ganz markanter, riesengroßer Platz, Auto-frei! Hier steht das namensgebende Skanderbeg-Denkmal. Der Platz markiert das Zentrum von Tirana und wird durch den Neubau eines Hochhauses, das von der Seite Skanderbegs Profil zeigt, nochmal mehr in die Mitte gerückt. Auf der Seite des Tourismusverbandes gibt es mehr Infos dazu.

Uhrturm: der Clock Tower von 1822 steht direkt neben der Et’hem-Bey-Moschee, man kann die 90 Stufen erklimmen, um einen Blick von oben auf den Skanderbeg-Platz zu werfen.

Et’hem-Bey-Moschee: dies war die erste Moschee, die ich besucht habe. Als Besucher wird man freundlich behandelt, es wird einem das Protokoll (Schuhe ausziehen, leise sein, Frauen müssen sich verschleiern und einen extra Eingang benutzen, der auf ein Obergeschoss führt, Männer dürfen direkt den Gebetsraum betreten, Spenden sind erwünscht) erklärt. Die Moschee ist relativ klein, aber ein Besuch war für mich sehr interessant.

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Die Et’hem-Bey Moschee am zentralen Platz in Tirana neben dem Uhrturm

Stadtpark Parku I Madh: ein beliebter Erholungsort zum Spazieren am See.

Bunk’Art 2: in diesem Luftschutzbunker im Untergrund von Tirana wird die Geschichte und der Terror des kommunistischen Regimes in Albanien erzählt. In zahlreichen Räumen sind Bild- und Toninstallationen, Fotos und Relikte ausgestellt, die einen Gruseln lassen. Hautnah werden auch die Methoden der Geheimpolizei „Sigurimi“ und der Überwachungsapparat des Staates beschrieben. Zusammen mit Bunk’Art 1 bietet Bunk’Art 2 einen umfassenden geschichtlichen Ausflug in eine schwarz-graue Zeit des Kommunismus. Bunk’Art 1 ist wie gesagt, etwas außerhalb zu finden, mit dem Taxi kommt man am besten dahin und wieder zurück ins Zentrum.

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Das Bunk’Art 1 Museum liegt etwas außerhalb des Zentrums

Namazgja-Moschee: die laut Beschreibung größte Moschee am Balkan. Ein Besuch lohnt sich unbedingt! Dieser Gebetskomplex ist riesig (es befinden sich auch Geschäfte und ein Kaffeehaus dort), die Moschee selbst wunderschön gestaltet, sowohl außen, als auch innen. Es gibt mehrere Höfe, die unterschiedliche Blickwinkel auf dieses tolle Gebäude gestatten. Ein schön angelegter, gepflegter Garten mit einigen Nebengebäuden komplettiert einen interessanten Besuch.

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Die Namazgja-Moschee ist die größte Moschee in Albanien und anscheinend auch vom ganzen Balkan

Toptani-Einkaufszentrum: hier gibt es zahlreiche Geschäfte und Einkehrmöglichkeiten.

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Im Toptani findet man alles, was das Herz begehrt: Einkaufszentrum, Restaurants, Bars, Geschäfte

House of Leaves„: Das Museum über die Gräueltaten der albanischen Geheimpolizei „Sigurimi“ zeigt die Überwachung der Bürger und Bürgerinnen in vergangenen Tagen.

Der Neue Bazar – Pazari i Ri: der große Markt bietet von frischen Lebensmitteln bis Souvenirs und ausgefallenen Kunstobjekten so ziemlich alles, was man sich auf einem Bazar vorstellt.

Pyramide von Tirana: einst sollte ein Museum für den Diktator Enver Hoxha entstehen, inzwischen wurde die Pyramide aber neu umgebaut und steht nun als übergroßes Denkmal und wird als „Kultur-Hub“ genutzt. Die vielen Treppen und Stufen zu überwinden lohnt sich, man hat einen tollen Ausblick auf die umliegende Innenstadt und die Skyline von Tirana, vor allem bei Sonnenuntergang oder in der Nacht.

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Über zahlreiche Treppen und Stufen kommt man auf den höchsten Punkt der Pyramide
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Ausblick von der Pyramide in die abendliche Skyline von Tirana

Nationalhistorisches Museum: aktuell im Jahr 2025 wird das Museum umgebaut und deshalb war es für Besucher geschlossen. Mehr Informationen gibt es auf der Seite des National Historical Museum.

Tirana: hier gibt es (fast) alles

In Tirana lohnt es sich, auch abseits der Sehenswürdigkeiten herumzuspazieren. So eröffnet sich einem der Blick auf die Stadt: hier gibt es (fast) alles! Tirana ist eine europäische Großstadt mit teils orientalischem Flair – ein toller Mix!

Tirana auf Google Maps:

Hier die Bildergalerie von unserem Besuch in Tirana:

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